Linux ist ein unter der GNU Public License (GPL) stehendes Multiuser und Multitasking Betriebssystem.
Linux wurde von Linus Torvalds (einem finnischen Studenten) 1991 begonnen, um ein Betriebssystem zu schreiben, welches die Fähigkeiten seines 80386er Intel-Prozessors besser ausnutzt. Er stellte die ersten Version 0.01 auf dem FTP-Server der Universität in Helsinki zur Verfügung. Nach einer für Linus Torvalds überraschend großen Resonanz wurde Linux weiterentwickelt. Unter Linux versteht man heute üblicherweise die Kombination aus dem Betriebssystemkern (Linux-Kernel) und kostenfreier (OpenSource) Software. Die Zusammenstellung dieser Softwarepakete wird als Linux-Distribution bezeichnet. Verbreitete Linux-Distributionen sind Debian, SuSE oder RedHat sowie deren Abkömmlinge wie Ubuntu, openSuSE, CentOS oder Fedora.
Der erste stabile Linux-Kernel Version 1.0 erblickte im März 1994 das Licht der Welt, aktuell hat der Kernel Version 2.6.33 erreicht.
An der Entwicklung des Linux-Kernels sind inzwischen weltweit über 10.000 Programmierer beteiligt, die unentgeldlich Verbesserungen vornehmen. Die gesammte Kommunikation wird über das Internet (hauptsächlich Mailing-Listen) abgewickelt. Die Koordination wird teils immer noch von Linus Torvalds übernommen. Linux ist kein Unix sondern eine Neuimplementierung und inzwischen POSIX-konform, womit eine Austauschbarkeit von Source-Code mit anderen Unix-Derivaten gegeben ist. Durch die stringente Veröffentlichung im Wege der GPL wird die kostenlose Verbreitung sowie die Veränderung des Codes ausdrücklich erlaubt.
Heute ist Linux universell einsetzbar. Es findet Verwendung auf einer Vielzahl von PCs, Workstations und Servern, ebenso wie in Mobilfunkgeräten, Telefonanlagen, Routern und insbesondere in Supercomputern und HPC-Clustern.
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