"General Purpose Computing on Graphics Processing Unit" (GPGPU) bezeichnet den Einsatz von Grafikprozessoren (GPU) zur Berechnung von eigentlich "artfremden" gewöhnlichen wissenschaftlichen oder technischen Aufgabenstellungen. Die spezielle Architektur der derzeitigen Grafikkarten mit sehr vielen und schnellen Recheneinheiten (bei NVidia bis zu 240 "CUDA-Cores", max. Leistung ca. 1 TFLOPS) und sehr hohen Speicherbandbreiten erlaubt häufig eine wesentlich bessere Performance der Algorithmen im Vergleich zur Ausführung auf normalen Prozessoren (CPU).
Nvidia bietet mit der Modellreihe Tesla sogar reine GPGPU-Karten an, die keinen Grafikausgang mehr besitzen.
Es existieren GPGPU-implementiereungen von AMD/ATI (STREAM) und Nvidia (CUDA), wobei letztere bisher deutlich verbreiteter ist. Treiber und Entwicklungsumgebungen stehen mindestens für die Betriebssysteme Windows und Linux zur Verfügung.
Weiterhin entsteht mit OpenCL eine standardisierte Programmierschnittstelle, die mit allen GPGPU-Produkten eingesetzt werden kann und die Eigenschaften von CUDA und STREAM miteinander vereint.